In 30 Sekunden
Servus zusammen,
ein aktuelles Kundenprojekt wirft wieder die Frage auf: Was ist der beste Hoster? In diesem Beitrag gebe ich euch eine Übersicht, worauf ihr achten solltet – und warum die Antwort nicht so einfach ist. Grundlage: Wir haben über 3 Millionen Webseiten gecrawlt. Mehr dazu weiter unten.
Ist der schnellste Hoster der Beste?
Für eine Kundin sollte ein Umzug vorbereitet werden – mehr Transparenz und Freiheit bei Mail, Domain und Webseite.
Gebt ihr „Webseiten- und Mail-Hoster“ ins Netz ein, bekommt ihr eine Flut an Anbietern. Den richtigen zu finden, ist gar nicht so einfach.
Nachdem ich beispielsweise Hetzner als preislich attraktiv vorgeschlagen hatte, kam die Frage: „Und ist er auch schnell?“ Meine Gegenfrage, salopp gesagt: „Spielt das eine Rolle?“
Die meisten von euch sagen jetzt: Ja klar – SEO (Search Engine Optimization, also Auffindbarkeit in Suchmaschinen) und SERP (Search Engine Result Page, die Trefferliste). Da will man oben stehen.
Noch einmal meine Frage: Ist das wirklich nötig – oder folgt ihr den Trends, die euch jede Marketing-Firma serviert?
Was ist eure Anforderung – was braucht ihr wirklich?
Wie ihr merkt: Ich werde hier provokant. Warum? Weil ich schon viel gesehen habe – und weil vieles Bla Bla ist.
Natürlich könnt ihr einen Ferrari fahren. Aber braucht ihr ihn für euer Vorhaben? Führt er euch zum Ziel? Und könnt ihr ihn euch leisten?
Genauso bei der Webseite. In diesem Beitrag komme ich immer wieder auf denselben Punkt: Was ist der Zweck eurer Seite – und was ist euer Vorhaben? Beides muss klar sein, bevor ihr Anforderungen an Hosting definiert.
Seiten, die keine 0,1 Sekunde Ladezeit brauchen
- Visitenkarte im Netz (ohne Fokus auf SEO)
- private Notizen oder Gedankengänge
- Seiten, die kein Vertriebskanal sind
- Seiten, die kaum jemand über Google findet – Beispielsuche: „Doing IT – KI Blog“
Seiten, bei denen Tempo eher zählt
- Webshops – Nutzer springen ab, wenn das Einkaufen träge wird
- Seiten mit vielen Wettbewerbern, die wirklich auf Platz 1 müssen
- wenn man Marketingfirmen glaubt: alle :)
Unsere Datengrundlage
Nun kann ja jeder alles behaupten. Für diesen Beitrag haben wir über 3 Millionen Webseiten gecrawlt. Anhand von IP-Adresse und Aufbau haben wir analysiert, zu welchem Hoster die IP gehört und welches Framework die Seite nutzt.
Darüber hinaus haben wir Plugins ausgelesen – um zu sehen, was bei schnellen und langsamen Seiten vorkommt. Der große Vorteil von Big Data: Viele Daten sammeln und zu neuem Wissen aufbereiten. Mehr dazu? Schreibt uns gerne eine Nachricht.
Welche Kriterien gelten bei der Auswahl?
- Was braucht ihr? Mail, Webseite, Domain – oder mehr? In der Regel sind es die ersten drei.
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Budget
Kostentechnisch liegen oft alle drei Dienste bei einem Provider. Ich persönlich diskutiere nicht gerne wegen 2–5 € pro Monat. Als Selbstständige:r solltet ihr meiner Meinung nach rund 20 € Budget fürs Hosting übrig haben.
Natürlich gilt es allerdings auch zu verstehen, dass Hosting-Kosten und Webseiten-Kosten (Plugins, Wartung, Aktualisierung usw.) nichts miteinander zu tun haben. Deshalb nochmals die Frage: Welchen Zweck hat die Webseite? Daran sollte sich das Budget für Plugins und Hosting orientieren.
Wenn ihr die Webseite nicht messbar haltet, könnt ihr die Budget-Planung kaum beantworten und planen:
Kurzes Video von uns zu Analyse und Orientierung auf der Seite.
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- Postfächer Hier verdienen Hoster oft dazu – wie beim Fliegen: Der Flug ist günstig, das Zusatzgepäck teuer. Anzahl und Größe der Postfächer zählen. Bei Hetzner teilt ihr Speicher oft zwischen Mail und Web. Volle 10 GB Bilder? Dann fehlt Platz für Mail – und schon landet ihr im größeren Tarif. Bei IONOS gibt’s Starter-Pakete mit einer Mail, oft max. 2 GB; größeres Postfach heißt dazubuchen.
- Domain Domain-Kosten unterscheiden sich – teils 5–12 € pro Jahr. Der kleinere Faktor. Wenn ihr nicht technisch versiert seid, empfiehlt sich Domain und Hosting beim gleichen Anbieter: Dann verwaltet der Hoster DNS und Zertifikate mit.
Hinweis zu Preisen
Ich zeige hier absichtlich keine genauen Preise. Sie ändern sich aktuell – auch durch den KI-Boom – fast täglich. Provider korrigieren oft nach oben. Stand dieses Textes: Oktober 2026.
Eins der wichtigsten Themen: Sicherheit
Viele Provider hosten in Rechenzentren. Die meisten sollten etwas wie eine ISO 27001-Zertifizierung haben, um Datensicherheit zu unterlegen.
Es geht aber nicht nur ums Rechenzentrum – sondern um eure Webseite, Mail und Domain.
Beispiel: SPF (Sender Policy Framework). Das ist ein DNS-Eintrag, der sagt: Nur bestimmte Mailserver dürfen in eurem Namen senden – unter anderem Schutz gegen Spam über eure Domain. Technisch kann jemand Mails „von euch“ erzeugen. Der empfangende Server prüft den Absender und blockiert, wenn er nicht autorisiert ist.
SPF in einem Bild
Ich kann einen Brief in eurem Namen absenden. Wenn ihr eure Briefe normalerweise mit einem Wachsstempel kennzeichnet, fällt eine Fälschung eher auf. SPF ist dieses Siegel für E-Mails.
Und noch ein Punkt: Auch Angreifer sind faul. Um die Chance zu erhöhen, wählen sie oft die meistgenutzten Hoster. Große Anbieter sind also nicht „sicherer, weil groß“ – im Gegenteil: Sie sind lohnendere Ziele. Umso mehr sollten sie (und ihr) auf Sicherheit achten.
Fazit
Es gibt eine ganze Reihe Punkte, auf die ihr bei der Provider-Wahl achten könnt. Seid ihr bei eurem Hoster gefangen? Kontaktiert uns gerne – wir helfen, den Umzug vorzubereiten und durchzuführen.
In diesem Sinn!
Cheers,
euer Matze